PortGeschichten
Meine Krebserkrankung hat mein Leben grundlegend verändert. Was nicht an dem Krebs lag, so einfach ist es nun nicht. Sondern daran, dass sich alles änderte. Wirklich alles. Rückblickend war es eine der besten Entscheidungen überhaupt, mir Unterstützung bei einer Psychoonkologin zu holen. Nach den anstrengenden Behandlungen des Körpers begann die Behandlung der Seele. Nicht minder anstrengend. Aber genauso heilsam. Oder sogar mehr, ich weiß es nicht.
Nein, man kriegt Krebs nicht, weil man »schuld« ist (Schwachsinn!) oder psychische Probleme hat oder… es kursieren die dollsten Geschichten. Das Immunsystem hat versagt, peng! Und dann die Gene. Aber das alles ist Wissenschaft, um die geht es hier nicht. Es geht um mein Leben danach. Um meine PortGeschichten. Letztens fragte mich mein Onkologe, warum ich ihn nicht hätte wegmachen lassen, den Port. Die Antwort ist ganz simpel: wenn man ihn eingebaut bekommt, ist das mit Narkose, wenn er ausgebaut wird, nur mit örtlicher Betäubung. Und ich bin eine Memme. Also ist er geblieben. Und so bin ich halt ein CyBorg, hört sich doch wirklich moderner an als Krebsüberlebende, oder etwa nicht? 😉