Anhören "Herta Müller"
Zusammenfassung der Folge
Im Gespräch mit Shelly Kupferberg reflektiert die Literaturnobelpreisträgerin über ein „weggetragenes Leben“, über Heimat als notwendige und zugleich politisch missbrauchte Vorstellung und über die Erfahrung, eine Sprache zu verstehen, ohne alle gesellschaftlichen Situationen lesen zu können. Sie erzählt von Akten, Verleumdungen und der tiefen Verletzung, die das Gehenmüssen hinterlässt. Dabei richtet sich ihr Blick immer wieder auf die Gegenwart: Was bedeutet es, Demokratie tatsächlich zu leben? Und wie lassen sich Erfahrungen von Exil vermitteln, ohne sie auf abstrakte Begriffe zu reduzieren? Ein eindringliches Gespräch über Sprache, Freiheit und die Notwendigkeit, einzelne Lebensgeschichten vor dem Verschwinden zu bewahren.